Gießen, 17.06.2017, von C. Bode

Gemeinsame Einsatzübung von THW, Johanniter Unfallhilfe und DRK

Am Samstag den 17. Juni 2017 führten das Technische Hilfswerk Gießen, die Johanniter Unfallhilfe e. V. aus Linden und das Deutsche Rote Kreuz Marburg-Gießen e. V. eine gemeinsame Übung auf dem Gelände der Mittelhessischen Tonbergbau GmbH & Co. KG in der Pistorstraße durch. Die Alarmierung der Einsatzkräfte erfolgte um 21:00 Uhr durch die Leitstelle Gießen. Das von der Übungsleitung konstruierte Szenario gab eine Explosion in einer Lagerhalle vor, in deren Folge mehrere Personen auf dem weitläufigen Gelände vermisst und teilweise schwer verletzt wurden.

Auf Grundlage des Einsatzstichwortes rückten die Rettungshundestaffel Hessen-Mitte, die Schnelleinsatzgruppe Sanität und ein Einsatzleitwagen der Johanniter Unfallhilfe e. V., die Rettungshundestaffel des DRK sowie die Bergungsgruppen des THW Gießen zur Einsatzstelle aus. Vor Ort machten sich die Einheitsführer zunächst ein Bild von der Lage und ließen sich einige Details von der Übungsleitung erklären.

Kurz darauf begannen die Einsatzkräfte mit der Suche nach den Verletzten. Dabei arbeiteten die Rettungshundeteams eng mit einigen Helfern des THW zusammen. In Absprache mit der Einsatzleitung wurde das Gelände in mehrere Abschnitte unterteilt und  systematisch abgesucht. Im Bereich der Zufahrt zum Gelände begann parallel der Aufbau eines Behandlungsplatzes durch die SEG Sanität der Johanniter, während das THW die Beleuchtung für den Vorplatz errichtete und in Betrieb nahm.

Im weiteren Verlauf der Übung wurden die insgesamt 13 Verletzten an teilweise schwer zugänglichen Orten gefunden. Sie wurden durch die Rettungshundeteams zunächst erstversorgt und dann zum Behandlungsplatz verbracht. Dort wurden sie dann durch die SEG Sanität der Johanniter so weit versorgt, dass sie in ein Krankenhaus hätten weiter transportiert werden können.

An einigen Stellen musste die Rettung zuvor durch die Bergungsgruppen des THW vorgenommen werden. So wurde bereits bei Eintreffen an der Einsatzstelle eine schwerstverletzte Person in Form eines Rettungsdummys gefunden, die eine schwere Pfählungsverletzung durch eine Stahlarmierung aufwies. Nach der medizinischen Erstversorgung wurde der Stahl durchtrennt und der Verletzte abtransportiert. Weitere Verletzte wurden von den Rettungshundeteams in einem Reifenstapel, in einer Betonröhre, auf Kieshügeln und Arbeitsplattformen in einigen Metern Höhe gefunden. Die Rettung aus den schwer zugänglichen Plätzen erfolgte teilweise unter hohem Personal- und Materialaufwand, da zunächst ein Rettungsweg geschaffen werden musste.

Um 1:45 Uhr wurde die Übung beendet und mit dem Rückbau begonnen. Im Anschluss trafen sich alle Einsatzkräfte zu einem abschließenden Gespräch in der Unterkunft des THW Gießen. Bei einer kleinen Stärkung mit Würstchen, Brötchen und kalten Getränken wurde die Übung ausgewertet und mögliche Anknüpfungspunkte für kommende Ausbildungsdienste festgehalten.

Die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Hilfsorganisationen verlief vorbildlich und kameradschaftlich.

Ein besonderer Dank geht an das Team der Realistischen Unfalldarstellung der Johanniter Unfallhilfe. Dieses hatten ebenso wie die Übungsleitung bereits Stunden vor Beginn der Übung mit den Vorbereitungen begonnen. Zudem verharrten die Verletztendarsteller über eine lange Zeit an ihren Plätzen, bis sie gefunden und versorgt wurden.

Vielen Dank auch an die 60 ehrenamtlichen Einsatzkräfte aller Organisationen, die trotz der späten Uhrzeit noch viele anstrengende Stunden auf sich genommen haben, um für den Ernstfall zu trainieren. Mit welcher Selbstverständlichkeit, Akribie und Professionalität die Helfer und Helferinnen das Geschehen angingen, obwohl es sich um eine Übung handelte, war einmal mehr Beweis für die Zuverlässigkeit und hohe Bereitschaft des Ehrenamts.

Wenn auch Sie sich für das Ehrenamt beim Technischen Hilfswerk,  bei der Johanniter Unfallhilfe e. V. oder beim DRK Kreisverband Marburg-Gießen e. V. interessieren, finden Sie unter www.thw-giessen.de, www.johanniter.de/mittelhessen und www.drk-mittelhessen.de viele Informationen, Kontaktdaten und  Ansprechpartner.


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