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Einsätze & Aktivitäten bis 2003
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DAS JAHR 2003
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02.01. - 04.01.2003 / Hochwasser Hungen-Inheiden
Am 02.01.2003 wurde die SEG des Ortsverbandes Gießen gegen 20:00 Uhr alarmiert, um eine Einsatzbereitschaft aufgrund akuter Hochwassergefahr herzustellen. Gegen 21:10 Uhr rückten zunächst 12 Helfer des Ortsverbandes nach Heuchelheim aus, um dort in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr Heuchelheim und deren Sandsackfüllmaschine Sandsäcke zu füllen. Gegen 1:00 Uhr am darauffolgenden Morgen wurden die restlichen im THW Gießen eingelagerten Sandsäcke auf den LKW/Ladekran verladen und ins Hochwassergebiet Hungen geliefert. GKW I mit Tiefladeanhänger und MLW 2 t wurden nach Wetzlar ins Katastrophenschutzlager beordert, um dort 9 Module QuickDamm (8 Module auf Tieflader, 1 Modul auf MLW, Gesamtlänge: 200 m) zu laden und ebenfalls nach Hungen zu liefern. Gegen 5.00 Uhr wurde die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt.
Im Einsatz waren 25 Helfer des Ortsverbandes mit 6 Fahrzeugen.
Am 03.01.2003 rückten gegen 12.00 Uhr erneut drei Helfer nach Heuchelheim aus, um 5.000 leere Sandsäcke aus dem Ortsverbandsbestand zu liefern. Gegen 13.00 Uhr wurden Einheiten des Ortsverbandes alarmiert, um Transportkapazität zu stellen. Daraufhin rückten 15 Helfer mit GKW I/Tieflader, LKW/LKr, GKW II/Anhänger 5t und VW-Bus aus, um 13 Quick-Damm-Module nach Hungen (Gesamtlänge dieses Modultyps: 585 m) zu liefern. Ebenso leuchtete der THW-Ortsverband Gießen die komplette Einsatzstelle Hungen-Inheiden mit zwei Powermoon, 10 Flutlichtstrahlern und der Lichttraverse aus. In diesem Bereich musste ein Damm verteidigt werden, der zu brechen drohte. 11 Helfer vor Ort wurden gegen 24.00 Uhr durch neue Helfer des Ortsverbandes abgelöst.
Gegen 1.00 Uhr am darauffolgenden Morgen wurde noch der Radlader des Ortsverbandes angefordert, um die gelieferten Quickdamm-Module, die von der Feuerwehr aufgebaut wurden, mit Sand zu füllen. Insgesamt galt es, etwa 500 m Quick-Damm mit ca. 600 m³ (ca. 1.000 t) Sand zu befüllen. Hierzu wurden neben dem THW-Radlader noch fünf weitere der Gemeinde und von Bauunternehmen eingesetzt. Mit dem GKW II/Anhänger 5 t wurden nachts vier weitere Quickdamm-Elemente (180 m) von Heuchelheim geholt.
Gegen 7.00 Uhr wurde die Mannschaft vor Ort durch 11 neue Kräfte des Ortsverbandes abgelöst. Zu diesem Zeitpunkt stand der Damm komplett. Die Helfer blieben in Bereitschaft und bedienten die Geräte des Ortsverbandes.
Gegen 14.00 Uhr konnte nach Absprache mit der Einsatzleitung vor Ort (Florian Lich 11) die komplette Beleuchtung abgebaut werden. Hierzu wurde erneut der Radlader eingesetzt, um das Material in Gitterboxen durch das überflutete Gelände zu transportieren. Gegen 17.00 Uhr war die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt.
Neben dem THW Gießen waren auch die Ortsverbände Grünberg, Frankenberg und Bad Wildungen an der Einsatzstelle Inheidener See eingesetzt. Die Unterkunft Gießen war für die Dauer des Einsatzes mit Schirrmeister, Einsatzführer und Verwaltungshelfer rund um die Uhr besetzt.
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28.01.2003 - Ausleuchten Fundstelle Fliegerbombe
Am 28.01.2003 forderte die Leitfunkstelle Gießen Beleuchtungsmittel beim THW Gießen an,um die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg auszuleuchten. Kurze Zeit nach der Alarmierung rückte der GKW I mit einer Besatzung von 1/3 mit einem Powermoon des Ortsverbandes aus. Im Ortsverband fanden sich derzeit etwa 10 weitere Helfer ein, die weitere Beleuchtungsmittel (Lichttraverse, Beleuchtungsanhänger) einsatzbereit machten und in Bereitschaft blieben.
Stattdessen entspannte sich die angespannte Lage in Klein-Linden. Die 1,50 m lange 500 kg-Fliegerbombe hatte nicht â“ wie vermutet â“ einen chemischen, sondern einen mechanischen Zünder, der maschinell entfernt wurde. Daher wurde das spezielle tageslichtähnliche Licht des Powermoon nicht mehr benötigt, so dass die Helfer vor Ort wieder abrückten. Die Bereitschaft im OV wurde aufgelöst. Die Entschärfung funktionierte ohne Probleme, die Berufsfeuerwehr übernahm den Abtransport der Bombe zu einem Sprengplatz.Die Zusammenarbeit zwischen THW und Berufsfeuerwehr, FF Klein-Linden und der Polizei funktionierte vorbildlich.
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07.-10.05.2003 - Gießener Pfingst-Ruderregatta
Alljährlich findet auf der Lahn in Gießen die traditionelle Gießener Pfingst-Ruderregatta statt. Zum zweiten Mal stellte die FGr Wassergefahren eines von drei Schiedsrichterbooten. An den drei Renntagen befand sich stets eine zweiköpfige Bootsbesatzung an Bord des neuen Mehrzweckbootes Bernd Helm. Sie fuhren die Schiedsrichter im Rennbetrieb hinter den Rennen her, damit diese ihre schiedsrichterlichen Aufgaben wahrnehmen konnten. Ebenso fielen zahlreiche Personentransporte (z.B. Startpersonal, Streckenposten etc) an. Zweimal wurden gekenterte Ruderer aus der Lahn abgeborgen, einmal wurde das Boot eines gekenterten jugendlichen Ruderers geborgen. Das Stellen des Schiedsrichterbootes war für die Bootsführer eine abwechslungsreiche Aufgabe und stellte eine hervorragende Öffentlichkeitsarbeit dar.
Der hessische Minister des Innern und für Sport Volker Bouffier konnte sich am letzten Tag live ein Bild über die Leistungsfähigkeit des neuen Bootes machen, das er vor einem Jahr getauft hatte, da er als einer der Schirmherrn die Veranstaltung besuchte.
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30.05. - 07.06.2003 / Ausleuchten einer Bahnstrecke
Das Technische Hilfswerk, Ortsverband Gießen beleuchtet vom dem 30.05.2003 bis zum 07.06.2003 für die BAHN AG Gleisarbeiten.
Auf der Bahnstrecke Gießen-Gelnhausen wurde das Gleisbett saniert, wobei die Arbeiten Tag und Nacht ausgeführt wurden. Das Technische Hilfswerk unterstützte im Rahmen der technischen Hilfeleistung mit seinen Geräten und Scheinwerfern täglich in der Zeit von 22.00 Uhr und 4.30 Uhr diese Arbeiten auf einer Gleislänge von 5 Km.
Die gesamte Leuchtstärke betrug etwa 130.000 Watt.
Während der Ausleuchtung waren täglich Helfer mit der Kontrolle und Wartung der Licht-Anlagen beschäftigt. Zum Aufbau der Beleuchtungseinheiten wurden 40 Helfer benötigt. Von 20 Helfern wurden am letzten Tag die eingesetzten Geräte zurückgebaut.
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23.06.2003 - Personenbergung inheidener See
Am 23.06.2003 alarmierte die Leitfunkstelle Gießen die Schnelleinsatzgruppe, um Suchmaßnahmen nach einer vermissten Person im Inheidener See zu unterstützen. Etwa 15 Minuten nach der Alarmierung rückte der GKW I mit dem MZB II und dem 3D-Echolot an Bord aus in Richtung Inheiden. Kurze Zeit später folgten der MLW 3t mit dem MZB I und der MTW-Fü. Unmittelbar nach Ankunft an der Einsatzstelle wurde nach Rücksprache mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr Hungen das MZB II zu Wasser gelassen. Das MZB suchte neben den anderen eingesetzten Booten von drei DLRG-Ortsgruppen sowie einem Feuerwehrboot ebenfalls die Uferregion des Sees ab. An Bord befand sich ferner ein Ortskundiger der Feuerwehr. Das zweite MZB blieb mit Besatzung in Bereitschaft. Nach etwa zweieinhalb Stunden wurde der Leichnam der vermissten Person gefunden und geborgen. Die Zusammenarbeit zwischen allen eingesetzten Organisation verlief hervorragend.
Im Einsatz waren 16 Helfer.
Beteiligte Suchmannschaften
- DLRG
- Polizei
- Feuerwehr
- THW
Eingesetzte Fahrzeuge und Material
2 MZB (davon eins mit 3D-Echolot)
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15.07.2003 - Ölwehrübung FF Lollar
Eine gemeinsame Übung hielten am Dienstag, 15.07.03 der Gefahrgutzug der Freiw. Feuerwehr Lollar und die Fachgruppe Wassergefahren des THW Gießen in Lollar-Ruttershausen ab. Es galt, eine Ölsperre auf der Lahn auszulegen.Â
Gerade bei Verkehrsunfällen und Hochwassern besteht immer wieder die Gefahr, dass Öl oder andere Chemikalien in das Gewässer laufen können und die Umwelt stark verschmutzen. Die von der Lollarer Feuerwehr ausgearbeitete Übung wurde durch das MZB I des THW unterstützt, welches die 60 Meter lange Ölsperre der Feuerwehr über die Lahn ans andere Ufer schleppte. Die Zusammenarbeit funktionierte organisationsübergreifend sehr gut. Anschließend erfolgte mit allen Kräften eine Nachbesprechung.
Eingesetzte Fahrzeuge: GKW I LKW/Ladekran MZB I
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17.10.2003 - Unterstützung Polizei bei Bergung aus Lahn
Am Freitag, 17.10.03 wurden um 14:00 Uhr Helfer der FGr Wassergefahren durch die Gießener Polizei angefordert.
In der Lahn wurde ein Glücksspielautomat von der "Wißmarer Brücke" aus durch Unbekannte im Fluß versenkt. Dieser befand sich etwa 1,30 m unter der Wasseroberfläche und war nur von der Brücke aus sichtbar. Kurze Zeit später konnte dieser mit dem Bootshaken lokalisiert und mittels des Mehrzweckbootes geborgen werden.
Weiterhin wurden im Auftrag der Polizei ein Roller in Höhe des Flußkilometers 8,975 sowie ein Mofa in Höhe der Slipstelle "Wißmarer Weg" aus dem Fluß geborgen. Durch den Ladekran des LKW der FGr Wassergefahren wurden die Gegenstände an Land gehievt und in das Gießener Polizeipräsidium zur weiteren Untersuchung gebracht.
Im Einsatz waren: 4 Helfer THW-Gießen MAN/LKr (Ladekran) MZB I (Mehrzweckboot) Einsatzzeit: 17.10.2003 14-19 Uhr
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DAS JAHR 2002
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11.01.2002 - Bergungsarbeiten
In der Nacht zum Freitag, 11.01.2002 stürzte bei Heuchelheim im Landkreis Gießen ein PKW mit einer 23-jährigen weiblichen Person besetzt von der Lahnbrücke in den Fluss. Die alarmierte Berufsfeuerwehr Gießen sicherte die Durchbruchsstelle und setzte ein Schlauchboot zur näheren Erkundung ein.
Um 3:15 Uhr wurde neben den Tauchern der DLRG Heuchelheim auch die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des THW-Ortsverbandes Gießen sowie die Feuerwehr Linden mit einer Wärmebildkamera und dem Flutlichtfahrzeug angefordert.
Nach 20 Minuten rückten der MTW-Fü mit zwei Powermoon (1/6) sowie der MAN/LKr mit 17,5 kVA-Stromerzeuger und Lichttraverse (1/2) aus.
Um 3:45 Uhr war die Einsatzstelle erreicht, nach Absprache mit der Feuerwehr sollte zunächst auf den Aufbau weiterer Beleuchtung verzichtet werden, stattdessen sollte der MAN/LKr zur Fahrzeugbergung eingesetzt werden. Doch durch die problematischen Uferverhältnisse mit einem in diesem Bereich mündenen Bach war ein Herankommen an das Ufer unmöglich, sodass der Einsatz des MAN abgebrochen werden mußte. Der GKW I wurde nachgefordert. Mit drei unterschiedlich angeordneten Fahrzeugwinden (RW 2 BF; HTLF FF GI; GKW I THW GI) konnte schließlich das Fahrzeug geborgen werden. Anschließend wurde die Fahrerin aus dem Fahrzeug befreit. Sie konnte nur noch tot mit dem Schleifkorb geborgen werden. Danach wurde das Fahrzeug weiter an Land gezogen, dabei unterstützte der Ladekran des MAN die Bergungsarbeiten.
Insgesamt waren 15 THW Helfer mit MTW-Fü, GKW I, MAN/LKr und PKW (ELF-K) im Einsatz. Um 8:30 Uhr war der Einsatz beendet.
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25.03.2002 - Güterbergung auf der B 49.
Bergung von verrutschter Ladung eines osteuropäischen LKW auf der B 49 bei Gießen, Entladung von Holzpaletten durch Radlader und Abtransport auf Weisung der Polizei an ein Unternehmen im Kreis.
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11.-12.05.2002 - Erdbaumaschinenlehrgang im THW
Am 11. und 12.05.2002 fand auf dem Gelände des Technischen Hilfswerks, Ortsverband Gießen eine 16 Stunden dauernde Ausbildung zum Führen von Erdbaumaschinen VBG 40 statt. Das Verkehrssicherheitsteam bildete unter Leitung von Michael Barfuss 15 Helfer aus dem Ortsverband Gießen aus. Im Mittelpunkt der Ausbildung stand das Arbeiten mit dem Radlader. Ein entsprechendes Fahrzeug wurde bereits vor 2 Jahren durch den Ortsverband Gießen übernommen und entsprechend für den Einsatzfall hergerichtet. Durch diese Ausbildung bietet sich die Möglichkeit unter professioneller (theoretischer und praktischer) Anleitung der Umgang mit dem Gerät zu erlernen. Unterstreichen sollte man das persönliche Engagement der Helfer, die diesen Lehrgang zusätzlich zu ihrer üblichen Ausbildung machen.
Eingesetzt wurde der Radlader des THWs bereits zur Unterstützung des Zollamtes, der Polizei und bei der Bergung von Ladung.
Auf dem Stundenplan standen unter anderem folgende Themen:
- Unfallverhütungsvorschriften - Gerätekunde - Technische Gegebenheiten und Voraussetzungen - Sicherheitsunterweisung - Fahren mit dem Baugerät - Arbeiten mit der Schaufel und der Palettengabel - Arbeiten mit der Wechseleinrichtung
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16.08.2002 - Gefahrgutübung mit FF Lollar
In eine Gefahrgutübung des Gefahrgutzuges der Feuerwehr Lollar am 16.08.02 wurde auch der Ortsverband Gießen eingebunden. Zusammen mit dem GKW I und dem MAN/LKr galt es, unter Atemschutz mittels des Ladekranes und des THW-Fassgreifers die Feuerwehr bei der Bergung leckgeschlagener Gefahrgutfässer zu unterstützen.
Auf dem anschließenden Kameradschaftsabend wurden die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Organisationen gefestigt.
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16.-31.08.2002 - Elbhochwasser
Seit 16. August, 23:00 Uhr sind über 70 Helfer des Ortsverbandes im Hochwassereinsatz an der Elbe gewesen. Insbesondere die Einheiten Führung/Kommunikation, Wassergefahren, Infrastruktur, Radlader und ein Zugtrupp waren im Einsatz.
Dabei waren die Helfer in Torgau, Wörlitz, Stendal, Potsdam, Wittenberg und in Gießen (LuK) aktiv, um die Ausmaße des Hochwassers zu bekämpfen und einzudämmen.
Einsatzorte des Ortsverbandes Gießen:
- Torgau: Fachgr. Führung/Kommunikation, Zugtrupp zur Führung von 4 Fachgruppen. - Wörlitz: Fachgr. Wassergefahren, Infrastruktur, Räumtrupp, Lichttraverse. - Stendal: Fachberater und Küchenpersonal. - Potsdam: Zugtrupp zur Unterstützung der Geschäftsstelle Potsdam. - Wittenberg: TEL mit Fachberatern und Funkern der Feuerwehr, DRK zur Führung von ca.60 Einheiten. - Gießen: 3 Führungskräfte, 5 Helfer zur Unterstätzung LuK der Geschäftsstelle und zwei Kraftfahrer zur besonderen Verwendung.
Insgesamt wurden über 10.000 Einsatzstunden durch die Helfer des Gießener THW-Ortsverbandes geleistet. Die letzten Helfer sind am 31.08.02 zurückgekehrt.
Schon jetzt ist dieser Einsatz einer der größten in der Geschichte des Ortsverbandes.
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20.-22.09.2002 - 50 Jahre THW GIESSEN
Am Wochenende vom 20.-22.09.2002 feierte der Ortsverband ausgelassen sein 50-jähriges Bestehen. Am Freitag abend fand im aufgebauten Großzelt des Ortsverbandes eine Helferparty statt, am Samstag ein Spaß- und Spielwettkampf der Jugendgruppe mit den Jugendfeuerwehren der Stadt Gießen sowie den Jugendgruppen von DRK und JUH. Am Sonntag fand ein Festakt statt, verbunden mit einem Tag der offenen Tür und Schauübungen.
Einige Bilderimpressionen:
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26.02.2001 - Zugunfall mit PKW
Ein 21-jähriger Autofahrer und seine 38-jährige Beifahrerin starben am Montag, 26.02.01 gegen 16.45 Uhr als sie mit ihrem PKW einen unbeschrankten Bahnübergang in Gießen überquerten. Sie wurden von einem Schienenbus erfasst, der auf der Strecke Gießen - Gelnhausen mit etwa 85 Kilometer pro Stunde unterwegs war. Die schwere Kupplung des Schienenbusses bohrte sich dabei tief in die Beifahrerseite des VW Golf. Durch den Aufprall wurde das erste Drehgestell des Zuges aus den Schienen gehoben. Erst nach ca.200 Metern kam der Schienenbus, der den Golf vor sich herschob, zum Stehen. Wie durch ein Wunder geriet der Zug nicht aus der Spur, er wäre sonst in den links und rechts der Strecke säumenden Wald gerast. Die 30 Fahrgäste blieben unverletzt. Kurz nach dem Zusammenstoß trafen Notarzt, Rettungswagen und die Berufsfeuerwehr an der Unglücksstelle ein, die aber nach kurzer Zeit wieder abrückten, da sie für die beiden Fahrzeuginsassen nichts mehr tun konnten. Da die Unglücksstelle sich mitten im Wald befand und man nur zu Fuß über die Gleise dort hin kam, gestalteten sich die Bergungsmaßnahmen als besonders schwierig. Ein Bergungszug der Bahn mit Hebekran und hydraulischen Werkzeugen wurde aus Gießen angefordert. Um 19.04 Uhr wurde die SEG des THW-OV Gießen per FME über die Leitfunkstelle Gießen alamiert zwecks Ausleuchten und zur Unterstützung von Bergungsmaßnahmen. Da es bereits dunkel war, rückte als erstes der MAN 10mt mit 10 000 Watt Lichttraverse und 17,5 KVA Aggregat um 19.20 Uhr aus. 5 Minuten später der GKW 1 mit Lichtmastanhänger und MLW 3 mit 30 KVA Aggregat. Der MAN konnte aber nur bis ca. 150 Meter an die Einsatzstelle heranfahren und leuchtete so die Umgebung aus. Scheinwerfer, Stative und andere Geräte mussten zu Fuß an die Einsatzstelle gebracht werden. Zusammen mit den Spezialisten der Bahn und des THW`s wurde das Vorderteil des 56 Tonnen schweren Schienenbusses angehoben und der darunter eingeklemmte PKW mit einer Diesellok herausgezogen. Dann wurde dieser von einem Kran des Hilfszuges angehoben und langsam 400 Meter weiter zum nächsten Bahnübergang gebracht. Auch hier wurde jetzt vom THW ausgeleuchtet. Des weiteren sollte das THW auch die Bergung der zwei Leichen übernehmen. Der völlig zerstörte VW Golf wurde mit Schere und Spreizer geöffnet und die Leichen geborgen. Der Zug wurde aufgegleist und da der Schaden am Gleiskörper nicht gravierend war, wurde die Bahnstrecke um 23.00 Uhr wieder frei gegeben. Der Gesamtschaden wurde auf 175 000 DM geschätzt. Die THW-Einsatzkräfte waren um 22.48 Uhr wieder in der Unterkunft und stellten die Einsatzbereitschaft wieder her. Danach fand eine Einsatzbesprechung statt mit dem DB-Notfallmanager, den THW-Kräften und drei Notfallseelsorgern des Landkreises Gießen, die ebenfalls von der Leitfunkstelle über FME alarmiert worden sind. Die Zusammenarbeit von allen eingesetzten Kräften wie Polizei, Bundesgrenzschutz, DB und THW war problemlos.
Eingesetzt waren: 15 THW-Helfer, GKW 1, MLW 3, MAN 10 mt mit Lichttraverse, Lichtmastanhänger, 17,5 KVA Aggregat 30 KVA Aggregat und PKW OV Führung.
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07.-08.03.2001 - Bergungsarbeiten bei umgestürztem LKW
Am Mittwoch, 07.03.2001 wurde gegen 22:30 Uhr die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des THW Gießen alarmiert, um die Ladung eines umgestürzten LKW zu bergen. Ca. 15 Minuten nach der Alarmierung rückte als erstes der MTW (THV-1.TZ) zur Erkundung der Einsatzstelle auf die A 5 Kassel-Frankfurt, ca. 2 km hinter der Rastanlage Reinhardshain in Richtung Süd (km 428,5) aus. Kurze Zeit später folgten der GKW I sowie der LKW/LKr (MAN) mit Lichttraverse und 17,5 kVA Stromerzeuger. Die gesamte Einsatzstelle wurde umgehend mit der Lichttraverse (10.000 W) sowie Stativen ausgeleuchtet. Es bot sich ein verwüstetes Bild. Der LKW (Sattelzug) war von der Fahrbahn abgekommen, umgestürzt und die Böschung herunter gerutscht. Er lag auf der Seite, die Plane des Aufliegers war durch die Ladung stark ausgewölbt und stand unter großem Druck. Vorsichtig trennten die Helfer des THW die Plane auf, um an die Ladung zu gelangen. Diese bestand aus gefüllten PVC-Einweg-Wasserflaschen mit einem Gesamtgewicht von 28 t. Nachdem der umgestürzte Sattelzug durch einen Autokran gegen weiteres Abrutschen gesichert wurde, und ein leerer LKW zum Umladen der Wasserflaschen bereit stand, bargen die Helfer per Hand die Wasserflaschen und gaben sie in einer Kette zum aufnehmenden LKW durch. Inzwischen trafen weitere Helfer des THW mit drei Fahrzeugen (MTW-Fü, MLW 2t der FGr I, VW-Bus) ein, die die eingesetzten Kräfte unterstützten. Nachdem eine größere Fläche abgeräumt war, wurden Paletten mit den Wasserflaschen direkt am havarierten LKW beladen und mit dem Autokran auf den zweiten LKW verladen. Gegen 5:30 Uhr war die Ladung geborgen, so daß mit Unterstützung des THW der LKW wieder aufgerichtet werden konnte. Anschließend konnte die Beleuchtung abgebaut werden. Gegen 7:15 verließen die THW-Kräfte die Einsatzstelle. Insgesamt waren 25 THW-Helfer mit den Fahrzeugen: MTW-THV, MTW-Fü, MLW 2t, VW-Bus, GKW I sowie LKW/LKr (MAN) mit Lichttraverse und 17,5 kVA-Stromerzeuger im Einsatz. Die A 5 in Richtung Süd war für 12 Stunden voll gesperrt.
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03.-08.04.2001 - MKS-Verdachtsfall in Wettenberg
Am Dienstag, 03.04.2001 wurde gegen Nachmittag das THW Gießen wegen einem MKS-Verdachtsfall im Bereich der Gemeinden Wettenberg/Biebertal alarmiert. Da fest stand, daß mehrere Schleusen aufgebaut werden mußten, und über einen längeren Zeitpunkt betrieben werden sollten, mußte in personalaufwendigem Mehrschichtbetrieb gearbeitet werden. Der Stab des OV Gießen sowie der Krisenstab des Landkreises erkannten schnell, daß hierfür die Kräfte des THW Gießen nicht ausreichen würden. Somit wurden weitere Kräfte nachalarmiert und Unterstützung durch die Ortsverbände Grünberg, Wetzlar, Dillenburg, Weilburg und Frankenberg/Eder angefordert. Die Schleusenanlagen lagerten in Marburg und wurden von dort aus angeliefert. Die Ortsverbände bekamen Schleusenstellen zugewiesen, die sie in enger Zusammenarbeit mit den Freiwilligen Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis errichteten. Vier Schleusen wurden errichtet. Die Standorte waren Krofdorf-Gleiberg/ Augarten, Heuchelheim/bei A 480, Fellingshausen/Landstraße (spÄter erfolgte Verlegung in Richtung Frankenbach), Wißmar/See. Schließlich konnte der Schleusenbetrieb aufgenommen werden. Den Kräften des THW Gießen wurde vom Krisenstab die Schleuse Fellingshausen und Unterstützung bei der Schleuse Krofdorf-Gleiberg/Augarten (durch Ausleuchten, Betrieb der Anlage etc.) zugewiesen.
Die Helfer desinfizierten die Fahrzeuge, die durch die Schleusen fuhren, zunächst unter schwerem Atemschutz und Schutzanzügen. Später wurden Masken mit Filtern geliefert.
Im Ortsverband wurde derzeit vom OV-Stab ein Mehrschichtbetrieb zur Aufrechterhaltung der Stationen entwickelt. Von diesem Zeitpunkt an wurde dafür gesorgt, daß ständig mind. Zwölf (8+4) Helfer des THW an ihren Stationen vor Ort waren.
Aus einsatztaktischen Gründen wurde am Mittwoch, 04.04., gegen Vormittag die Schleuse Fellingshausen/Kreisstraße nach Frankenbach/Kreisstraße verlegt. Dies geschah in enger Zusammenarbeit mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren und dem THW Gießen.
Der Desinfektionsbetrieb lief bis zur Nacht von Donnerstag 05.04. auf Freitag, 06.04., 0:00 Uhr ohne Unterbrechung. Am späten Donnerstag abend kamen die vorläufig negativen Ergebnisse, sodaß entschlossen wurde, vorerst mit der Desinfizierung ab 0:00 Uhr auszusetzen. Alle Schleusen blieben aber in funktionsfähigem Zustand. Dies beinhaltete auch die personelle Stärke von 4+4 = 8 THW-Helfern, um die Anlage wieder in Betrieb zu nehmen. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch die Schleuse Krofdorf-Gleiberg/Augarten vom THW Gießen übernommen. Schäden an den Schleusen, die durch das ständige Durchfahren der PKW/LKW entstanden, wurden von einem Indstandsetzungstrupp des THW Gießen sofort behoben.
Bis zum Sonntag, 08.04.01, blieben die Schleusen in diesem einsatzbereiten Zustand, bevor der Krisenstab gegen 16:00 Uhr MKS-Entwarnung gab und den schnellstmöglichen Abbau der Schleusen befahl.
Die Ortsverbände Gießen und Grünberg bauten wieder zusammen mit den Freiw. Feuerwehren die Schleusen ab und transportierten alle Teile nach Gießen auf das Gelände des Ortsverbandes. Dort wurde das Material aller Schleusen gesammelt und durch den ABC-Zug des Landkreises gereinigt.
Um 21:30 Uhr waren auch die letzten Reinigungsarbeiten abgeschlossen, sodaß sich "Heros Gie?en 01" um 21:45 Uhr bei der Leitstelle abmeldete und das Einsatzende erreicht war.Â
Allein vom THW Ortsverband Gießen waren insgesamt über 85 Helfer im Einsatz, die in der Zeit vom 03.04. bis zum 08.04.2001 über 3.000 Einsatzstunden leisteten. Dabei funktionierte die Zusammenarbeit zwischen dem OV Gießen sowie den Ortsverbänden Wetzlar, Grünberg, Weilburg, Dillenburg und Frankenberg und den eingesetzten Kräften der Feuerwehren und der Polizei vorbildlich.
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09.06.2001 Gebäudeabbruch
Zu Übungszwecken wurde eine alte Lagerhalle, die im Besitz des Ortsverbandes war und inzwischen nicht mehr benötigt wird, zurückgebaut. Sehr einsatzrelevante Erkenntnisse wurden aus dem Abriss der Brandschutzmauer gewonnen, da der Abbruch von einsturzgefährdeten Bauteilen auch bei einem Realeinsatz nötig werden könnte.
Am effektivsten und sichersten erwies sich der Einsatz des Ladekranes vom LKW/LKr der FGr Wassergefahren mit dem selbst beschafften Zweischalengreifer. Mit dem Zweischalengreifer konnte die Backsteinmauer Stück für Stück abgeknabbert werden. Nach sieben Stunden war die komplette Mauer durch dieses System abgerissen. Der angefallene Schutt wird auf dem neuen Übungsgelände, das gerade im Bau ist, wiederverwendet.
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30.06. - 01.07.2001 - Vermisstensuche in Biebertal
Seit Freitag, 29.06., wird in der Gemeinde Biebertal bei Gießen ein achtjähriges Mädchen vermisst. Am Samstag, 30.06. wurde um 5:20 Uhr die SEG des THW Gießen alarmiert, um die eingesetzten Kräfte bei der Suche zu unterstützen. Kurz darauf wurde der gesamte Ortsverband alarmiert. Die Suche gestaltete sich teilweise äußerst schwierig, da viele Waldflächen und insbesondere schwer einsehbare Untergehölze in Flächensuchen durchkämmt werden mussten. Neben dem THW Gießen und dem THW Grünberg waren zahlreiche Feuerwehren, Rettungshundestaffeln aus ganz Hessen, die Polizei und das DRK an der Suche beteiligt. Am Samstag waren ständig etwa 300 Kräfte im Einsatz, davon 47 vom THW. Die Zusammenarbeit unter allen Rettungskräften läuft sehr kameradschaftlich ab.
Am Sonntag, 01.07.2001 wurden um 11:02 Uhr erneut die THW-Ortsverbände Gießen und Grünberg alarmiert. Um 11:35 Uhr rückten 23 Helfer des THW Gießen zu weiteren Suchmaßnahmen in den Waldgebieten um Biebertal aus. Somit wurden am Sonntag insgesamt 1.100 Helfer aller Organisationen sowie zwei Hubschrauber zur Suche des vermissten Mädchens eingesetzt.
Am Montag, 02.07. wurde die THW-SEG Gießen um 15:02 Uhr alarmiert.
Zunächst musste der OV die Versorgung der Einsatzkräfte vor Ort übernehmen. Dazu wurden 150 Lunch-Pakete gepackt, die Lebensmittel wurden in Großmärkten gekauft. Bereits um 17:00 Uhr waren diese Lunch-Pakete an der Einsatzstelle. Auch 200 Portionen warmes Abendessen wurden vom THW Gießen gekocht und um 21:00 Uhr im Bereitstellungsraum ausgegeben. Parallel zur Versorgung der Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr öffneten ca. 15 THW-Helfer in einem Einsatzabschnitt systematisch die Kanaldeckel in den Straßen von Rodheim-Bieber, um dort nach möglichen Spuren zu suchen. Insgesamt waren über 30 THW-Helfer des OV Gießen im Einsatz. Gegen 22:30 waren die Helfer wieder in der Unterkunft.
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04.08.2001 - Schauübung in Klein-Linden
Am 04.08.2001 fand eine Schauübung der Schnelleinsatzgruppe im Giessener Stadtteil Klein-Linden anlässlichder Aktion “Fremde werden Freunde” der Stadt Gießen, der Sportvereine sowie der Partnerstädte statt.
Als Ausgangslage wurde angenommen, dass sich eine verletzte Person auf dem Balkon eines Schulgebäudes befand. Ein Abtransport der Person durch die Klassenräume war nicht möglich. Deshalb kann nur ein Abtransport auf der Seite des Balkons erfolgen. Der Abtransport musste darüber hinaus liegend durchgeführt werden.
Sieben Helfer rückten mit dem GKW I an. Anschließend wurde die Lage erkundet. Mittels drei Steckleiterteilen drangen zwei Helfer, darunter ein Sanitätshelfer auf den Balkon vor, begannen mit der Erstversorgung und gaben die Lagemeldung nach unten durch. Es wurde entschieden, eine möglichst schonende Möglichkeit zur Rettung der Person anzuwenden. Daher entschied der Einsatzleiter, das Rollgliss mittels Strebstütze und Ausleger einzusetzen. Ein weiterer Helfer drang auf den Balkon vor. Durch Halteleinen wurden die einzelnen Segmente nach oben gezogen und aufgebaut. Anschließend wurde mit dem Rollgliss der Schleifkorb nach oben gezogen, der Verletzte eingebettet und behutsam abgelassen.
Zahlreiche Zuschauer verfolgten gespannt die Übung, die ohne Probleme verlief.
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